Die reguläre Spielzeit von zehn Minuten endete durch die Tore der KMTV-Spielerinnen Hannah Östermann (2.) und Annika Alberts (3.) sowie der Kielerinnen Paula Harder (5.) und Alia Redant (10.) mit einem 2:2-Unentschieden. Die überragende Zoe Tolksdorf verwandelte den letzten Neunmeter für die Störche zum 5:3 und nachdem Torhüterin Emma Nentwich dann im Anschluss gegen Lisa Wiedemann parierte, kannte der Jubel im Lager der Holstein Women keine Grenzen mehr. Das Stimmungsbarometer erreichte seinen Höhepunkt.
Begeisterung beim Frauenfußball
Holstein Women triumphieren beim LOTTO NORDCUP
Veröffentlicht am 12.01.2026 | 3 Minuten Lesedauer
Welch ein denkwürdiger Tag für den Frauenfußball in Schleswig-Holstein. Die Holstein Women sicherten sich beim Comeback des LOTTO NORDCUP, am 11. Januar 2026, vor 2.709 restlos begeisterten Zuschauern in Kiel den Turniersieg.
Im Finale bezwang die Mannschaft von Trainer Stefan Fischer den Lokalrivalen Kieler MTV mit 5:3 nach Neunmeterschießen und erhielt zurecht aus den Händen von LOTTO Schleswig-Holstein Geschäftsführerin Jessica Witthaus und Innenministerin Magdalena Finke den schmucken Siegerpokal. „Das war Werbung für den Frauenfußball im Land, das wird der Entwicklung weiteren Schwung verleihen“, so Finke.
Schon die beiden Halbfinal-Partien zwischen Holstein Kiel und dem SSC Hagen Ahrensburg (2:1) sowie dem Kieler MTV und SV Henstedt-Ulzburg (5:3) wurden im Neunmeterschießen entschieden. Auch im Finale sollte erst das Nervenspiel Neunmeterschießen die Entscheidung bringen.
Geschäftsführerin von LOTTO Schleswig-Holstein Jessica Witthaus und Innenministerin Magdalena Finke übergeben den LOTTO NORDCUP an Holsteins Kapitänin Sarah Begunk.
Nicht ohne Grund war SHFV-Präsident Uwe Döring nach dem nervenaufreibenden Schlussakkord des LOTTO NORDCUP voll des Lobes: „Wir haben heute nach 13 Jahren das Ganze wieder ins Leben gerufen und das Interesse war überragend. Ich bin mit der Stimmung und Kulisse total zufrieden und würde mich sehr freuen, wenn wir dieses Turnier in der Zukunft wieder fest installieren können. Das ist es einfach, was die Menschen sehen wollen.“
KSV-Kapitänin Sarah Begunk, die seit 2012 das Holstein-Trikot trägt, freute sich riesig über den Turniersieg: „Das gesamte Drumherum, die Atmosphäre, die Spannung – das war richtig genial heute. Wir haben von Beginn an versucht, den Funken überspringen zu lassen und Werbung für den Frauenfußball zu machen.“
Holstein-Trainer Stefan Fischer war sehr stolz angesichts der bravourösen Vorstellung seiner Mannschaft in der stimmungsvollen Arena: „Wir sind als Favorit in dieses Turnier gegangen und das spürte man auch sehr. Dass wir am Ende zweimal im Neunmeterschießen die Oberhand behielten, das zeugt allerdings von großer Nervenstärke. Wir sind dementsprechend sehr glücklich und ich muss meinem gesamten Team ein großes Lob zollen. Es war ein hartes Stück Arbeit, denn die Oberligisten Kieler MTV, Hagen Ahrensburg, Eichholzer SV und SV Henstedt-Ulzburg haben hier alles gegeben, waren in den Spielen sehr präsent und haben enorm dagegengehalten.“ Besonders emotional wurde Fischer dann bei der Einordnung des Erlebten: „Der LOTTO NORDCUP war unfassbar gut organisiert und ein besonderer Dank geht daher an Turnierchef Klaus Kuhn. Die Atmosphäre, die man hier gespürt hat, war enorm sportlich, fröhlich und familiär – das ist das Schöne am Frauenfußball. Was hier in dieser Halle passiert ist, das hat dem Frauenfußball richtig gutgetan. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr.“
Aber auch Stefan Mordhorst, Trainer des Final-Verlierers Kieler MTV, zeigte sich sichtlich bewegt: „Das war wirklich ein überragender Tag mit einer tollen Atmosphäre, spannenden Spielen und viel Spaß. Es tut natürlich ein wenig weh, dass es am Ende für uns nicht der Siegerpokal wurde, aber wir sind höchst zufrieden, dass wir heute dabei waren und bis ins Finale vorstoßen konnten.“
Zur besten Spielerin des LOTTO NORDCUP wurde Holsteins Arjela Lako gewählt. Indra Hahn von Henstedt-Ulzburg sicherte sich die Torjägerkanone. Für ein echtes Highlight sorgte KMTV-Spielführerin Hannah Östermann im Finale gegen Holstein, als sie von der Mittellinie aus mit einem „Hammer“ die Führung und damit das schönste Tor des Tages erzielte.
Turnierchef Klaus Kuhn wirkte am Ende der Veranstaltung sichtlich zufrieden: „Das hat sich wirklich gelohnt, der gesamte Tag hätte nicht besser verlaufen können – überall sah man zufriedene Zuschauer. Kiel sagt Jo! zu Olympia, ich sage Jo! zum LOTTO NORDCUP 2027!“ Die Fans würden sich über eine Neuauflage sicherlich freuen…
Patrick Nawe
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